Die besseren Sportdrinks

Sportdrinks sind Getränke mit der Aufgabe Athleten vor, während und nach einem Training oder Wettkampf Wasser, Elektrolyte und Energie zur Verfügung zu stellen. Sie wirken sich positiv auf die aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit aus und sind damit optimal geeignet für Ausdauersportler, Kraftsportler die im 70% Bereich ihrer Maximalkraft trainieren und Athleten deren Sportart Kraft und Ausdauer gleichermaßen erfordert.

Ein normaler Sportdrink enthält viel industriellen Zucker, Tafelsalz, künstliche Aromen und eventuell auch Taurin und Coffein (Energydrinks). Im August 2007 wurden 20 Energydrinks durch die Zeitung Öko-Test getestet und nur einer schnitt dabei mit „gut“ ab, alle anderen, auch die bekannte Marke mit dem Bullen, wurden schlechter bewertet. Seit dem sind natürlich einige Jahre vergangen, doch an den grundsätzlichen Inhaltsstoffen hat sich nichts verändert und die Verträglichkeit für den menschlichen Körper ist weiterhin umstritten.

Für mich als Ausdauer – und Kraftsportler, der auf eine vollwertige und vitale Ernährung achtet, kommen diese konventionellen Sportdrinks überhaupt nicht in Frage. Ich bin überzeugt davon das sie meinem Körper sogar mehr schaden als nützen würden. Da der positive Effekt auf die Leistungsfähigkeit jedoch außer Frage steht und ich nach oder während eines langen Trainings meinen Körper mit Wasser, Energie, Mineralien und Elektrolyten versorgen möchte, suchte ich nach einer Alternative.

Sportdrink Grundrezept

Wenn ein industriell gefertigter Sportdrink hauptsächlich aus Wasser, Zucker und Salz besteht braucht der selbsthergestellte nichts anderes nur eben aus natürlichen Quellen. Wasser bleibt Wasser, Zucker kommt aus Früchten und Salz aus Sellerie oder anderen grünen Blättern. Als Faustregel gilt dabei: Je ausdauernder die sportliche Aktivität, desto weniger Ballaststoffe.

Als Wasser empfehle ich stilles und am besten leichtes Mineralwasser in Bio-Qualität oder gefiltertes Leitungswasser*. Als Energielieferant (Zucker) kommen am besten wasserreiche Früchte, das Wasser von eingeweichten Trockenfrüchten und sehr gut verdünnt, auch Bananen in Frage. Die besten Quellen für Mineralien (Salz) und Elektrolyte sind grüne Blätter, Gräser, Algen oder Blattgemüse.

Alles was du brauchst ist einen Mixer* oder eine Saftpresse* abhängig davon wie und aus was du dir deine Sportdrinks zubereiten willst.

Und hier sind sie. Meine Top 4 der eindeutig besseren Sportdrinks.

#1 Kokosnusswasser

Mein Favorit und sehr erfrischend noch zugleich ist das Wasser einer Kokosnuss oder einer frischeren Trinkkokosnuss. Das Wasser der Kokosnuss ist von Natur aus reich an Elektrolyten doch leider nicht ganz so reich an Zucker. Auf 100ml Kokosnusswasser kommen zwischen 16 und 20 Kalorien. Das heißt, du kannst aus einem Liter maximal 200 kcal herausbekommen. Dafür braucht es dann schon zwei oder drei Trinkkokosnüsse und die sind leider gar nicht so günstig. Statt nur das Wasser zum Beispiel einer Nuss zu trinken, kannst du es auch mit anderen Früchten mischen um somit einen kaloriendichteren Sportdrink zu haben.

#2 Dattelwasser mit Sellerie(-saft)

Für diesen Sportdrink nimmst du dir 100g Datteln (ca. 10 Stück) der Sorte Deglet Nour und weichst sie auf 500ml Wasser für mindestens 10 Stunden ein. In dieser Zeit geben die Datteln den größten Teil ihres Zuckers an das Wasser ab. Dieses Wasser mischt du dir dann mit frisch gepressten Selleriesaft oder du mixt es mit 1 bis zwei ganzen Stangen und gibst noch Wasser hinzu. Ganz wichtig ist nur das Wasser von den Datteln zu verwenden und nicht noch die Datteln selbst.

#3 Wassermelone mit Sellerie(-saft)

Püriere dir im Mixer Wassermelone und zwar so viel das du etwas weniger als ein Liter hast. Dann gibst du noch ein oder zwei Stangen Sellerie oder eben nur den Saft aus Sellerie oder anderem Grünzeug hinzu und mixt alles nochmal kurz auf.

#4 Bananen mit Sellerie(-saft)

Mixe zwei Bananen mit einem Liter Wasser und Selleriestangen oder grünem Saft. Achte darauf, dass die Bananen voll reif sind (braune Punkte, lassen sich leicht schälen), denn sonst enthalten sie noch zu viel Stärke und das führt eher zu Verdauungsstörungen.

Du kannst natürlich auch anderes frisches Obst und Grünzeug verwenden. Diese Liste ist lediglich eine kleine Auswahl und gibt dir ein paar Ideen für deine eigene Kreationen. Ich würde jedoch auf jeden Fall bei einer Sorte Obst und Grün bleiben. Schließlich willst du deinem Körper möglichst schnell Energie liefern und nicht noch mit einem Durcheinander herausfordern.

Wenn du also das nächste Mal eine lange Radtour, einen langen Lauf oder einen Kletterausflug unternimmst. Probiere doch mal statt einem Energieriegel zu essen 1 Liter selbstgemachten Sportdrink (in mehreren Etappen) zu trinken und schreib mir von deiner Erfahrung.

Wichtiger Hinweis
Sportdrinks sind kein Ersatz für eine vollwertige und kohlenhydratreiche Mahlzeit aus Vitalkost einige Stunden vor und direkt nach physisch intensiver Aktivität.

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