Interview mit einem Sonnenköstler


Über Facebook bin ich in Kontakt mit Klaus Forster gekommen. Klaus ist, wie er selbst sagt, Sonnenköstler und war so freundlich mir einige Fragen zu seiner Ernährung und Lebensweise zu beantworten.

Wann und wie bist du zur rohveganen Lebensweise gekommen?

Ich bin zur rohveganen Lebensweise gekommen, weil ich vor 12 Jahren und 10 Monaten einen Rohveganer kennengelernt habe, der mir gratis Bücher zu diesem Thema geborgt hat.

Welche positiven Auswirkungen hat die (roh) vegane Lebensweise bisher auf dein Leben gehabt?

Mein niedriger Blutdruck ist kein Problem mehr und ich bin nicht mehr ständig müde. Nach 8 Stunden Schlaf bin ich vollgeladen mit Energie, Taten- und Bewegungsdrang. Früher war ich nach 8 Stunden Schlaf sehr müde, es hat mich viel Überwindungskraft gekostet, aufzustehen. Außerdem sind meine Rückenschmerzen und Verspannungen im Nackenbereich weg. Mein Stuhl, Urin und Schweiss riechen nicht mehr übel. Mein Bewusstsein ist weiter und sensibler geworden und ich sehe die Dinge des Lebens klarer. Ich kann 30 Stunden wach sein ohne ein Anzeichen von Müdigkeit und meine Ausdauer hat sich sehr verbessert. Nach der Ernährungsumstellung konnte ich meine Triathlonbestzeit verbesserern. Mit der rohveganen Lebensweise bin ich ausgeglichener, zufriedener und glücklicher als zuvor. Ich habe mal auf einem Plakat gelesen, dass Obst glücklich macht und ich und meine Erfahrung bestätigt das. Ich war nie so glücklich mit Reis, Kartoffeln, Nudeln usw. wie jetzt mit Obst und Gemüse.

Klaus Forster, Sonnenköstler, rohvegan, vegane Rohkost

Was war deine größte Herausforderung bei der Ernährungsumstellung?

Die größte Herausforderung bei der Ernährungsumstellung war der Umgang mit „Fleischessern“. Es kam zur Scheidung mit der Frau, mit der ich 6 Jahre verheiratet war, viele Freunde haben sich verabschiedet nachdem sie meine Argumente gehört haben. Ich führte viele emotionale Gespräche (über Tierleid, Umweltverschmutzung, Welthunger, Krankheiten) bei denen sich viele in Kritik sahen. Nachdem ich drei Wochen keinen Zucker gegessen hatte, war das Verlangen nach Schokolade am größten. Das Verlangen nach Käse war am Anfang auch sehr groß und das Verlangen nach Fleisch kam erst an 3. Stelle. Heute würde ich lieber Tage lang nichts essen, als vegane Schokolade, als Käse (vegan oder nicht vegan), als Fake-Fleisch oder sonstiges Fleisch zu essen.

Wie sieht ein typischer Tag in deiner Ernährung aus?

Ein typischer Tag in meiner Ernährung hängt natürlich von der Saison ab (zur Pfirsichzeit esse ich viele Pfirsiche, zur Mandarinenzeit esse ich viele Mandarinen). Ich nenne dir ein Beispiel von einem Tag des Jahres: Zum Frühstück 7 saftige, süße, reife Nektarinen, nächste Mahlzeit: 4 Avocados (Sorte Hass), so wie sie sind, ohne weitere Zusätze. Später am Tag ca. 2 kg Gurken und Tomaten geschnitten mit frischem Limettensaft und roter Chilischale ohne Kern, dazu wenig Knoblauch oder Zwiebel. Am frühen Abend nochmal 2 Avocados und 100 Gramm Biodatteln der Sorte Medjoul aus dem Jordantal und vor dem schlafen gehen noch 4 Tomaten.

Auf was achtest du noch, um gesund und fit zu bleiben?

Ich achte darauf, dass ich viel aus biologischem Anbau kaufe und mich jeden Tag bewege. Bei Sonnenkost hat man automatisch leichtes Untergewicht (alle Menschen, die 100 Jahre alt sind, haben leichtes Untergewicht). Die besten Voraussetzungen also, dass ich mein wunderschönes Leben lange geniessen kann.

Was ist dein wichtigster Tipp für eine fitte und gesunde Einheit aus Körper und Geist?

Naturlbelassene Nahrung so viel wie möglich und wer es nicht schafft, ausschliesslich rohe und natürliche Nahrung zu sich zu nehmen, kann wenigstens zum Frühstück ausschliesslich Obst essen. Später auch die 2. Mahlzeit und so langsam steigern. Nach einer Weile kommt der Punkt, an dem man unbedingt Obst zum Frühstück will, niemals mehr Brot, Aufstriche, Kakao, Kaffee. Schnell merkt man, dass einem das gesunde Frühstueck viel besser bekommt und die Lust darauf nimmt täglich zu.

Vielen Dank Klaus, das du dir die Zeit genommen hast meine Fragen zubeantworten.

Meine Anmerkungen zum Interview

Klaus isst an einem Tag bis zu 6 Avocados. Für mich wäre das zuviel Fett und ich esse selten mehr als eine Avocado pur. Außerdem esse ich sie auch nicht jeden Tag sondern wechsel meine Fettquellen und an einigen Tagen esse ich gar kein zusätzliches Fett. Auch in dem Punkt, das man bei Sonnenkost automatisch leichtes Untergewicht hat stimme ich nicht mit ihm überein. Es gibt durchaus sehr trainierte Sportler, die sich rohvegan ernähren und nicht untergewichtig sind wie zum Beispiel Mike Vlasaty, Patrick Strohbach und Dirk Riske. Das die Menschen mit hohem Lebensalter meist jedoch leichtes Untergewicht haben, wird oft in Berichten über langlebige Völker angeführt, doch niemand hat bisher all diese Völker vermessen. Untergewicht resultiert meiner Meinung nach eher daraus, dass mehr Kalorien verbraucht als zugeführt werden. Angeblich kann Kalorienrestriktion die Lebenserwartung verlängern, doch eine amerikanische Studie von 2009 widerlegt diese Theorie und führt an, dass ein gesundes Gleichgewicht von Energiezufuhr- und verbrauch für ein langes Leben wichtig ist.

Hat Dir der Einblick in Klaus‘ Ernährung gefallen oder könnte es deine Freunde interessieren? Dann teile den Artikel gerne auf Facebook. Herzlichen Dank für Deine Unterstützung.

Wie findest du Klaus‘ Ernährungsweise? Ernährst du dich ähnlich oder ganz anders? Hinterlasse gern deine Antwort als Kommentar unter diesem Artikel.

Herzliche Grüße,
Dein Michael

 

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