Meine Geschichte

Ich wurde in einer kleinen Stadt namens Pritzwalk geboren und bin auch dort aufgewachsen. In meiner Kindheit war ich eher wenig interessiert an  Sport. Ich ging zweimal in der Woche zum Fechten, freute mich jedoch jedes Mal auf das Basketball-Spiel, das am Ende des Trainings stattfand. Die anderen Nachmittage verbrachte ich vor dem Fernseher oder dem Computer um Spiele zu spielen. Als ich älter wurde und auf die weiterführende Schule wechselte (in Brandenburg ist das in der 7. Klasse) hörte ich mit dem Fechten auf und begann mich am Nachmittag mit Freunden zu treffen. Basketball spielte ich nur noch von Zeit zu Zeit. Statt dessen hing ich lieber ab, rauchte Tabak, Haschisch und Gras und am Wochenende kamen noch Alkohol Exzesse hinzu, damals war 13/14 Jahre alt. Doch während dieser Zeit entdeckte ich auch meine eigene Kreativität durch Graffiti und Fotografie. Ich unternahm mehrere kleine Reisen um die Landschaft und alte urbane Strukturen meiner Heimat zu erkunden und zu dokumentieren.

Zwei bis vier Mal im Jahr erlebte ich, bis ich entschied mich vegan und mit einem hohen Rohkostanteil zu ernähren, eine schwere Erkältung und war für ein bis zwei Wochen ziemlich angeschlagen. Ich hatte zum Glück nie Fieber und brauchte auch keine Antibiotika nehmen. Zu dieser Zeit sah ein typisches Wochenende für mich ungefähr so aus: Freunde zu Hause zu besuchen, Joints und Zigaretten rauchen, Alkohol trinken und erst spät in der Nacht nach Hause kommen und bis zum Mittag zu schlafen. Ich war sehr schwach und überhaupt nicht trainiert. Als ich in der 10. Klasse einen Test im Schulsport zu absolvieren hatte, bei dem man 10 Klimmzüge für eine Eins brauchte konnte ich nicht einen Einzigen. Jetzt stehe ich gewöhnlich täglich um 6 und 8 Uhr auf und trainiere meinen Körper zwei bis drei Mal pro Woche mit dem eigenen Körpergewicht und gehe an den Tagen dazwischen Laufen. Inzwischen (Mai 2016) bin ich in der Lage 8 Klimmzüge, 15 Liegestütze und 8 einbeinige Kniebeuge auszuführen und ich werde meine Kraft noch weiter zu steigern.

Michael Taube - 2 Arm Elbow Lever

Warum ich mich für eine vegetarische Ernährung entschied

Am Ende des Jahres 2006 dokumentierte ich fotografisch, wie einer meiner Onkel ein Kaninchen töte und ihm die Haut abzog. An diesem Tag beschloss ich, mit Beginn des Jahres 2007 vegetarisch zu leben und seit dem 1. Januar 2007 landeten nie wieder totes Tier, Fisch oder Eier auf meinem Teller. Für mich der vorher fast alles aß, war es keine große Sache eine Ernährungsweise zu führen die keinen Platz für Fleisch, Fisch und Eier hatte. Ich aß weiterhin  viel von den stark gezuckerten, fettigen und verarbeiteten Sachen die meine Eltern kauften und ich begann, noch mehr Milchprodukte zu essen. Die größere Herausforderung war der einzige Vegetarier zu sein, den ich bisher kannte und von allen Menschen um mich herum in Frage gestellt zu werden. Letztendlich war die Tatsache, dass ich mich entschied vegetarisch zu leben für die meisten meiner Freunde nicht so schwer nachvollziehbar, im Gegensatz zu der Entscheidung vegan zu leben.

Veganismus

Im Herbst 2007 zog ich nach Berlin. Ich begann, Computer Engineering zu studieren, aber nach zwei Wochen schmiss ich das Studium hin. Ich verdiente als Student nebenbei etwas Geld und das war in Ordnung, aber ich war sehr deprimiert. Ich besuchte einen Arzt, und er gab mir den Rat, mich mehr zu bewegen und den Drogenkonsum etwas zu reduzieren. Ich begann zu Joggen und  eine Freundin inspirierte mich im Frühjahr 2008 dazu vegan zu leben. Ich hörte auf tierische Erzeugnisse in meiner Ernährung und meinem Alltag zu verwenden, als es nur ein veganes Restaurant in Berlin gab und die meisten Menschen nicht einmal wussten was vegan überhaupt ist. Am Anfang des Jahres 2008 begann ich eine Therapie um meinen Konsum von Marihuana zu reduzieren. Ich hörte schließlich auf Graß zu kaufen und rauchte nur noch ab und  an auf Partys mit. Ich hörte mit dem Rauchen auf,  trank keinen Alkohol mehr und hatte meinen letzten Joint ein paar Jahre später. Ich änderte meinen Lebensstil aber meine Ernährung war noch trotzdem noch nicht so gesund. Ich aß nach wie vor viel Junk-Food. In der Tat aß ich wie ein Pudding-Veganer.

Vegane Rohkost

Im Januar 2009 traf ich zwei vegan lebende Menschen die hauptsächlich Rohkost aßen. Ich sprach mit ihnen und  bekam sehr interessiert. Ich suchte im Internet nach Informationen über Rohkost und alles ergab für mich total den Sinn. Als ich anfing nur noch roh zu essen tappte ich in die Falle der Gourmet-Rohkost mit einem hohen Fettanteil und die nächsten zwei Jahre kämpfte ich viel mit dieser Diät. Ich aß viele Nüssen (die gar nicht roh waren) zusammen mit Trockenfrüchten und hatte immer wieder Verlangen nach gekochter Nahrung. Ich war sehr dogmatisch und wollte unbedingt alles roh essen, fand aber auch nicht heraus, wie ich meine „emotionalen“ Essattacken stoppen konnte, die in Wirklichkeit Hunger nach Kohlenhydraten waren.

Mein erster Kontakt mit Gewaltfreier Kommunikation

Im Spätsommer 2009 überreichte mir ein Freund das Buch „Gewaltfreie Kommunikation – Eine Sprache des Lebens“ und seit diesem Tag, hat sich die Art wie ich Probleme und Konflikte sehe völlig verändert. In den folgenden Jahren las ich eine Menge verschiedener Bücher über Gewaltfreie Kommunikation (GFK), besuchte verschiedene Übungsgruppen und Workshops. Auch wenn GFK mir geholfen hat, meine eigenen Handlungen und die anderer als Versuche anzunehmen Bedürfnisse zu erfüllen, so konnte sie mir nicht dabei helfen, mich mit meiner Rohkost-Diät zufrieden zu fühlen.

High Carb Low Fat (Raw) Vegan – Viele Kohlenhydrate, wenig Fett, (roh) vegan

Also suchte ich noch nach einer Lösung, begann viele deutsche Bücher über Rohkost zu lesen. Ich begann eine Therapie, mit dem Ziel das emotionale Essen endlich in den Griff zu bekommen, aber sie hatte mir überhaupt nichts gebracht. Dann in der Mitte des Jahres 2011, fand ich einen Weg, um gesunde pflanzliche Lebensmittel zu essen und mich nach jeder Mahlzeit zufrieden fühlen, und das ist im der totale Gegensatz zu dem, was die meisten Massenmedien, Fitness und Diät-Gurus sagen. Der Weg ist mit jeder Mahlzeit genug einfache oder komplexe Kohlenhydrate zu essen und niemals Kalorien aus Kohlenhydraten zu reduzieren, es sei denn ich faste um meinen Körper zu reinigen. Diese Form der Ernährung ist auch bekannt als High-Carb Low-Fat, Starch Solution oder bei ausschließlicher Rohkost als 80-10-10 Diät.

Papayas

Also fing ich an Kisten mit Bananen, Datteln oder was gerade günstig und in Saison war zu kaufen. Ich nahm auch mehr vollwertige gekochte Nahrungsmittel in meine Ernährung auf und aß die meiste Zeit bis zum Abendessen ausschließlich roh (Raw Till 4), auch wenn es zu dieser Zeit noch keinen Namen dafür gab. Seit diesem Tag hatte ich nie wieder ein unbändiges Verlangen nach stark verarbeiteten Nahrungsmitteln, denn ich bleibe hydriert mit Wasser, halte meinen Blutzuckerspiegel mit Früchten oder gekochten vollwertigen Lebensmitteln stabil und meinen Mineralhaushalt aufrecht mit viel Grün und rohem Gemüse. Nach dem sich nach ein paar Tagen alles eingespielt hatte beendete ich die Therapie. Schließlich gewann ich für mich die Erkenntnis das ich niemals unter emotionalen Essattacken litt sondern schlicht und einfach permanent unterzuckert und hungrig gewesen bin.

Könnte High-Carb Low-Fat auch für dich der Weg sein deine Ernährung und dein Essverhalten in Einklang zu bringen?

Dieser Wandel vollzog sich  im Jahr 2011, und seit dieser Zeit, fühle ich mich in meinem Körper und Geist an 99 von 100 Tagen vollkommen wohl. Meine Süchte zu überwinden, alte Gewohnheiten abzulegen und neue anzunehmen wie zum Beispiel genug Kohlenhydrate zu essen, ausreichend Wasser zu trinken, mir Ruhe und Schlaf gönnen, mich bewegen, Achtsamkeit und Gewaltfreie Kommunikation zu üben, befriedigen meine Bedürfnisse nach Freude, Wohlbefinden, Stabilität und Freiheit so, dass ich in Richtung meiner Ziele wirke und mich nicht von Dingen ablenken lasse die nicht wirklich von Bedeutung sind.

Dass war meine Erfolgsgeschichte und wie ich meinen Lebensstil veränderte hinzu mehr Lebendigkeit, Mitgefühl und Freiheit.

Wenn ich nicht gerade an meinem Blog oder meinen anderen Projekten wirke dann …
verbringe ich Zeit mit meiner Familie am liebsten in der Natur, trainiere ich meinen Körper, spiele Gitarre oder Keyboard, sammle ich Wildpflanzen und Früchte, kreiere ich schöne Gerichte und neue Rezepte, lese ich ein Buch oder einen Blog, höre ich Musik, surfe im Internet oder liege auf einer Wiese um den endlosen Himmel zu beobachten.

Was du bestimmt noch nicht über mich weist

  • Ich bin zertifizierter Grundstufen-Yoga-Lehrer
  • Ich liebe schnorcheln und Tauchen, auch wenn es noch viel Raum gibt um meine Schwimmkenntnisse zu verbessern
  • Im Jahr 2010 habe ich eine dreiwöchige Reise unternommen bei der ich nach Spanien und zurück trampte. In den ganzen drei Wochen gab ich nur 50 € aus
  • als kleiner Junge träumte ich erst davon Feuerwehrmann und später Astronaut zu werden

Was ich wirklich nicht mag

  • Gewalt in jeder Form (vor allem aber auch in Filmen, Spielen und Medien)
  • unerwartet nassen Socken
  • Rauch von Feuer, Zigaretten und so weiter
  • wenn ein Baum gefällt wird
  • eine langsame Internetverbindung
  • negatives Denken und einen negativen Blick auf die Welt

Jetzt bist du dran

So jetzt kennst du mich ein bisschen besser. Ich freue mich darauf auch von dir zu lesen, denn mir ist wichtig zu erfahren wie ich dir am besten helfen kann mehr Erfüllung in deinem Leben zu finden.

Was ist jetzt die größte Herausforderung auf deinem Weg zu einem erfüllteren und gesünderen Leben?

Schreib mir deine Antwort über meine Kontaktseite oder über Facebook, Twitter, Google+, Instagram, Pinterest.

Danke,
Michael