Vegan – was ist das denn?


Im Jahr 2008 gab es in Berlin ein einziges veganes Restaurant und einen kleinen vegan Laden in Kreuzberg. Jetzt gibt es sogar vegane Supermärkte und unzählige vegane Restaurants. Wenn ich sagte, ich lebe und ernähre mich vegan, waren viele Leute verblüfft und konnten sich darunter nichts vorstellen und ich wurde oft gefragt: Vegan – was ist das denn? 8 Jahre später weiß wohl fast jeder das vegan für Lebensmittel ohne tierische Erzeugnisse steht, doch was viele nicht wissen ist, dass sich hinter dem Begriff weitaus mehr verbirgt, als eine rein pflanzliche Ernährung.

Wie das Wort vegan entstand

Das Wort vegan ist eine Wortschöpfung des Engländers Donald Watson, der 1944 die Vegan Society (link) gründete. Er leitete das englische Wort vegetarian („vegetarisch“) nicht aus dem Lateinischen vegetus („lebendig, frische, kraftvoll“) ab, sondern aus vegetable („Gemüse, pflanzlich“). Aus dem Anfang und Ende des Wortes vegetarian bildete er die Kurzform vegan, weil „Veganismus mit Vegetarismus beginnt und ihn zu seinem logischen Ende führt.“

Veganismus, mehr als nur pflanzliche Ernährung

Veganismus an sich bezeichnet, von der Wortschöpfung ausgehend, nur einen konsequenteren Vegetarismus der alle tierischen Erzeugnisse ausschließt. Doch Veganismus weitergedacht beinhaltet viele weitere Aspekte, die ihn gegenüber Vegetarismus und anderen Ernährungsformen als Lebenseinstellung abgrenzen. Ich entschied mich 2008 aus ethischen Gründen für eine vegane Lebensweise und entdeckte mit der Zeit viele weitere Punkte, die mich darin bestärkten vegan zu leben.

Eine vegane Ernährung ist nachhaltiger und gesünder, als eine nicht-vegane Ernährung. Veganismus trägt dazu bei die Welternährungssituation zu verbessern und stellt den Speziesismus sowie unser Gesellschaftssystem, in der eine Minderheit über die Mehrheit herrscht, in Frage.

Was bedeutet Veganismus für mich?

Für mich ist Veganismus ein Weg das Leiden für alle Wesen auf der Erde zu verringern. Wenn ich keine tierischen Produkte konsumiere, kann ein Mensch mehr einem Beruf nachgehen, der ihm wirklich Spaß macht, anstatt Tiere gegen ihren Willen zu halten und zu töten. Es sterben weniger Pflanzen, da für die Tiere, die für mich gehalten werden würden, kein Futter gebraucht wird. Somit bleiben ein paar Quadratmeter Wald  erhalten, weil dieser nicht für die Schaffung neuer Weideflächen gerodet werden muss. Für mich ist Veganismus außerdem die direkteste Form der Kritik am Herrschaftssystem, da die Ausbeutung der Menschen in der Ausbeutung der Tiere wurzelt.

Was bedeutet Veganismus für dich?

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