Warum ich seit 2008 vegan lebe


In diesem Artikel erfährst du wie es dazu gekommen ist, dass ich seit Frühling 2008 vegan lebe. Das erste für mich prägende Erlebnis hatte ich mit ungefähr vier Jahren im Sandkasten, das zweite im Spätherbst 2006 auf dem Bauernhof meines Onkels und das dritte zum Jahresanfang 2008 in einem Berliner Fastfood Imbiss.

Im Sandkasten

Meine Mutter war mit mir nach draußen zu einem Kinderspielplatz ganz in der Nähe unserer damaligen Wohnung gegangen. Es war ein richtig schöner Tag mit blauem Himmel und viel Sonnenschein. Ich saß im Sandkasten und spielte mit meinen Spielzeugautos. Meine Mutter saß am Rand, laß etwas und schaute mir hin und wieder beim Spielen zu. Auch die Tiere und vor allem die Insekten freuten sich über das warme und sonnige Wetter. Meine Mutter zeigte mir ein paar Marienkäfer die vorbeikrabbelten. Ich nahm einen der Käfer und setzte ihn in eines meiner kleinen Spielzeugautos. Dann füllte ich den Innenraum des Autos mit Sand und schloss alle Türen. Nach ein paar Minuten öffnete ich die Türen. Der Sand fiel hinaus und mit ihm der tote Marienkäfer. Er war im Auto erstickt. Als meine Mutter den toten Marienkäfer liegen sah, fragte sie mich was ich getan habe. Ich erzähle was ich gemacht hatte und erschüttert sagte sie: „Man tötet keine Tiere.“ Ich berichte deshalb von diesem Erlebnis, weil es tief in mir den Wert Leben und leben lassen verwurzelte, auch wenn es noch viele weitere Jahre dauerte, bis ich auf Fleisch in meiner Ernährung verzichtete.

Ein Kaninchen starb

Im Herbst 2006 besuchte ich mit meinen Eltern einer meiner Onkel. Er lebt auch heute noch auf einem großen Bauernhof und hält verschiedene Tiere. Ich war gerade mit meiner Kamera auf einem Streifzug über den Bauernhof unterwegs als mein Onkel und ein weiterer Onkel sich ein Kaninchen aus seinem Gefängnis holten. Sie setzten es auf einen Anhänger. Einer hielt es fest und der andere schlug es mit einem Holzstock auf dem Kopf um das arme Geschöpf zu betäuben. Dann schnitt einer der beidem mit einem Messer seine Kehle auf. Das Blut floss heraus und ich konnte seine letzten Atemzüge hören.

Nach diesem Erlebnis recherchierte ich viel über Vegetarismus im Internet und entschied mich dafür ab dem 01. Januar 2007 nie wieder Fleisch zu essen.

Von vegetarisch zu vegan war nur ein kleiner Schritt

Im September 2007 zog ich nach Berlin in eine WG. Über mehrere Umwege kam ich im Frühjahr 2008 dazu, ein freiwilliges ökologisches Jahr bei der BUNDjugend Berlin zu beginnen. Dort lernte ich Esther, eine gute Freundin von mir kennen. Als ich mit ihr zum Mittagessen in einen nahegelegenen Imbiss ging, bestellte sie sich Falafel im Brot mit roter Soße da diese Option vegan war. Dann erzählte ich Esther das ich in letzter Zeit schon öfter mal darüber nachdachte vegan zu leben und sie sagte: „Wenn du eh schon drüber nachdenkst, dann mach’s einfach. Der Umstieg von vegetarisch zu vegan ist nicht groß.“ Nach dem Treffen bat ich meinen damaligen Mitbewohner meine nicht-veganen Reserven wie Käse und Milch aufzubrauchen und lebe seitdem zu 99,9% vegan. Ich schreibe deshalb zu 99,9% vegan weil ich in einem Winter einige Male Rohmilchkäse aß, sicherlich schon den einen oder anderen Wurm bei wildem Obst mitgegessen habe und auch gebrauchte Kleidung aus Leder benutze.

Jetzt weist du wie ich über den Vegetarismus zum Veganismus gekommen bin.

Seit wann lebst du vegetarisch/vegan und was hat dich dazu bewegt deine Ernährung zu ändern?

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