Was ist Vitalkost


Vitalkost ist eine besondere Form der Ernährung jedoch keine Diät mit dem Ziel ab – oder zuzunehmen sondern eine Kost bei der sich täglich dafür entschieden wird, den größtmöglichen Teil dessen was verzehrt wird aus vitalen (lebenskräftigen) Lebensmitteln zu beziehen um sich selbst lebendiger und gesund zu fühlen.

Was sind vitale Lebensmittel

Vitale Lebensmittel sind alle pflanzlichen Lebensmittel die noch einen großen Teil ihres ursprünglichen Wassergehalts wie zum Zeitpunkt der Ernte enthalten. Ein aus Leinsamen und Gemüsesaftresten im Dörrgerät hergestelltes Rohkostbrot* ist meiner Meinung nach definitiv gesünder als herkömmliches Brot aus der nächsten Bäckerei, doch vital ist dieses Brot trotzdem nicht. Es ist nicht vital, weil ihm das lebendige Wasser, welches zuerst im Gemüse enthalten war, extrahiert wurde.

Ein Salatkopf der seit einer Woche im Kühlschrank liegt ist bei weitem nicht mehr so lebendig wie die Petersilie auf der Fensterbank. Ein Apfel vom Baum im eigenen Garten gepflückt und direkt gegessen ist viel vitaler als einer der in der Theke beim Bio-Supermarkt liegt. Die Lebendigkeit vitaler Lebensmittel steht und fällt mit der Zeit, die verstreicht zwischen Ernte und Genuss. Außerdem spielt die optimale Lagerung eine wichtige Rolle um möglichst viele Vitamine zu erhalten.

Energiedeckung in der Vitalkost

Wer sich von vitalen pflanzlichen Lebensmitteln ernähren möchte, bezieht den Hauptbedarf seiner Energie am besten aus einfachen Kohlenhydraten und deckt so ca. 80% der Kalorien des täglichen Bedarfs. Die besten Quellen für einfach verfügbaren Zucker sind frische Früchte, gekeimter Buchweizen*, gekeimte Linsen oder andere gekeimte Pseudogetreide wie Quinoa und Amaranth. Als nächst niedrigere Stufen um seinen Energiebedarf zu decken folgen dann rohe, stärkehaltige Gemüse wie Möhren und Süßkartoffeln, gekeimte Getreide, gekochtes Gemüse wie Kürbis oder Kartoffeln und zum Schluss gekochtes Getreide. Diese sind dann zwar nicht mehr vital. Liefern dem Körper aber die notwendige Energie aus einfach zu verdauenden Kohlenhydraten.

Der Bedarf an Kalorien aus Protein liegt um die 10% und wird durch reichlich grüne Blätter (Wildpflanzen, Baumblätter, Gräser) oder grünes Blattgemüse (Sellerie, Salate) sowie Samen und Sprossen gedeckt. Der Bedarf an Fett liegt ebenfalls bei 10%  und wird durch den geringen Fettgehalt der in allen Lebensmitteln vorhanden ist, sowie zusätzliche Fette aus Früchten (Durian, Oliven, Avocado) und Samen (Kürbiskerne, Sesam, Hanfsamen, Sonnenblumenkerne, Leinsamen) und seltener Nüssen (Haselnüsse, Mandeln, Macadamia) gedeckt.

80-10-10 ist flexibel

Wichtig ist mir zu betonen das die Prozentangaben 80% Kohlenhydrate, 10% Proteine und 10% Fett nicht als starre Werte zu verstehen sind. Es kann von allen drei Komponenten mal etwas mehr, mal etwas weniger sein. Über die Monate und das Jahr verteilt ergibt sich dann von selbst ein stimmiges Verhältnis. Für Proteine und Fett gilt für mich: So wenig wie möglich und so viel wie nötig.

Nach dem du jetzt weißt, was ich unter Vitalkost verstehe, interessiert mich: Wie hoch ist der Vitalkost Anteil in deiner Ernährung und wie fühlst du dich damit? Wo siehst du für dich die größte Herausforderung mehr vitale Lebensmittel zu essen? Schreibe mir doch deine Antwort als Kommentar oder kontaktiere mich direkt.

Dir gefällt dieser Artikel? Dann lade ich dich ein ihn zu liken und mit deinem Netzwerk zu teilen. Schau auch mal bei mir auf Facebook oder Instagram vorbei und trage dich in meinen Newsletter ein um keinen Artikel mehr zu verpassen.

6 Gedanken zu „Was ist Vitalkost

  • 2017-02-19 um 18:47
    Permalink

    Hi Michael!
    Mir gefällt an deinem Artikel sehr gut, dass du die Rohkost anders siehst, als viele strenge Rohköstler, die sagen nur Rohes (unter 40°C) ist gut und alles andere „tot“. So ist es nun mal nicht. So ist bspw. gekochter Grünkohl 1000 Mal nährstoffreicher als z. B. „rohe“ Rosinen usw.
    Nicht nur Hitze kann Nährstoffe zerstören, sondern auch Licht, Sauerstoff…Das vergessen leider viele Rohköstler…
    Ich achte selbst auch sehr auf Frischkost. Im Sommer mehr als im Winter; da fehlt oft die Auswahl (kein Interesse an z. B. Trauben aus Südafrika…;) )
    LG,
    Alina

    Antwort
    • 2017-02-20 um 7:49
      Permalink

      Hey Alina,
      ich stimme dir teilweise zu in dem was du schreibst. Als ich anfing mich für Rohkost zu interessieren war ich darin auch sehr dogmatisch, doch mittlerweile sehe ich das ganze etwas enspannter. Es gibt viele langlebige Völker die nicht 1000 Ernährungskonzepte im Kopf haben und sehr gesund leben. Ernährung ist ein wichtiger Schlüssel zu mehr Gesundheit, Lebendigkeit und Erfüllung im Leben aber sicherlich nicht der Einzige… Auch wenn ich es mit Vitalkost und Kochkost enspannter sehe, bin ich davon überzeugt das eine 100 prozentige Rohkosternährung für mich das optimale ist. Das ist einfach das was mir meine Erfahung bisher gezeigt hat.

      Zu deinem Vergleich. Ich unterscheide gerne zwischen Makro- und Mikronährstoffe. Auch habe ich deine Aussage überprüft und sie ist so nicht korrekt. Rosinen überwiegen in einigen Nährstoffen und in anderne Nährstoffen der gekochte Grünkohl. Ich habe als Vergleichstool Cron-O-Meter benutzt. Wenn ich hungrig nach einem Ausflug nach Hause käme und nur zwischen Rosinen oder gekochtem Grünkohl wählen könnte würde ich auf jeden Fall zuerst die Rosinen essen, da sie im Vergleich zum Grünkohl 296 kcal liefern. Der Grünkohl hingegen nur 28 kcal. Rosinen würden mich in dem Fall etwas sättigen. Der Grünkohl jedoch nicht.

      Danke für deinen Kommentar,
      Michael

      Antwort
  • 2017-02-20 um 15:25
    Permalink

    Das mit dem geringerem Energiegehalt von Grünkohl stimmt natürlich; ist aber nur für Menschen relevant, die zunehmen möchten 😉 Aber vergleicht man die Nährwerte von 300 kcal aus gekochten Grünkohl vs 300 kcal aus rohen Rosinen, ist der Grünkohl bei ALLEN Nährwerten haushoch überlegen; also perfekt zum Abnehmen, da hierbei auch der Sättigungsfaktor viel grösser 😉
    Mein Kompromissvorschlag, wenn man sein Gewicht halten möchte: Grünkohl+Rosinen 😉
    LG 🙂

    Antwort
    • 2017-02-22 um 16:20
      Permalink

      Hallo Alina,
      na klar ist dann der Grünkohl in den übrigen Nährwerten überlegen. Da müsste man dann aber auch 1 Kilo gekochten Grünkohl essen um auf 280kcal zu kommen. Ich glaube das kaum jemand das machen wird. Fakt ist auf 100g gesehen sind die Rosinen dichter in Kalorien und liefern mindestens genauso viele Nährstoffe wie der Grünkohl. Der Sättigungsfaktor ist denke ich nur minimal größer da dem Körper nach wie vor einfache Zucker fehlen, geschweige denn die Energie die benötigt wird um 1kg gekochten Kohl zu essen. Letzenendlich stellt sich für mich nun auch garnicht so die Frage welches Lebensmittel besser geeignet wäre um Ab -oder zuzunehmen, oder das Gewicht zu halten. Es geht in dem Artikel um die Frage der Vitalität der Ernährung und die ist bei Rosinen eben doch höher als bei gekochtem Grünkohl. Mein Vorschlag würde deshalb lauten: ein grüner Smoothie aus Rosinen und rohem Grünkohl. In welchen Mengen kann jeder für sich selbst entscheiden.

      Liebe Grüße

      Antwort
  • 2017-03-03 um 16:20
    Permalink

    Hi Michael,

    du sagst ja man muss durch die Rohkost auch weniger trinken, wie viel trinkst du denn noch zusätzlich pro Tag ungefähr ?

    Gruß
    Jonathan

    Antwort
    • 2017-03-03 um 17:41
      Permalink

      Hey Jonathan,
      das hängt von verschieden Faktoren wie dem Wetter, der Nahrungsmittelauswahl und dem Bewegungspensum ab. Wenn es den einen Tag regnet und ich viel drinnen bin und ich nicht groß ins schwitzen kommen trinke ich ca. 2 Liter. Wenn es eher warm ist und ich eine Stunde Sport treibe und mehr Buchweizen esse (was nicht so wasserreich wie Früchte ist) dann kann es auch schon mal drei Liter sein. Dann kommen vielleicht noch ca. 500ml aus Grassaft oder Gemüsesaft hinzu. Ich habe für mich gemerkt, das ich nach einer Vitalkost Mahlzeit in der Regel nicht durstig bin, bei trockener und/oder gesalzener Kochkost war das jedoch meistens der Fall. Für den einen mag 2-3 Liter vielleicht schon viel erscheinen. Ich denke jedoch die meisten Menschen trinken generell zu wenig, das führt dann oft zu Dehydrierung und Kopfschmerzen oder Verwechslung von Hunger und Durst.

      Viele Grüße,
      Michael

      Antwort

Kommentar verfassen

Inline
Inline