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Wie du empathisch auf die Vorwürfe deiner Partnerin reagierst (auch für Frauen lesenswert)

Passiert es dir hin und wieder, dass deine Partnerin dir Dinge an den Kopf wirft, die aus deiner Perspektive überhaupt nicht gerechtfertigt sind? Reagierst du dann selbst mit Vorwürfen und bringst den Konflikt weiter voran? Oder versuchst du ruhig und gelassen zu bleiben, dich nicht darüber zu ärgern und die Vorwürfe zu ignorieren? Oder versuchst du sogar sie zu beruhigen, indem du sagst „Danke. Ich werde darüber nachdenken“?

All diese Reaktionen führen jedoch nicht zu den gewünschten Ergebnissen: Verbindung, Verständnis und Harmonie in der Partnerschaft, sowie eine wertschätzende Basis, die es ermöglicht eine Win-win-Lösung zu finden. Ziel dieses Beitrags ist es dir eine mögliche alternative aufzuzeigen, welche dir dabei hilft genau das zu erreichen. Mehr Harmonie und emotionale Verbindung in deiner Beziehung.

Stell dir vor, du liegst abends neben deiner Partnerin im Bett. Nach einem langen Arbeitstag habt ihr euch trotzdem noch dazu aufgerafft gemeinsam etwas zum Essen zuzubereiten. Während des Essens habt ihr euch über eure Erlebnisse des Tages ausgetauscht und jetzt, als du dich einfach nur noch entspannen willst, du am Handy liest und dir überhaupt nicht nach reden ist, platzt es aus ihr heraus. „Du nimmst dir überhaupt keine Zeit für mich aber für dein Handy findest du immer Zeit!“

Bisher hast du vielleicht mit Sätzen wie diesen geantwortet:

„Und was machst du? Du hängst doch genauso vor dem Handy!“

„Wenn du meinst, dass ich durch so einen Satz mir eher Zeit für dich nehme, täuschst du dich.“

„Das stimmt doch gar nicht. Ich nehme mir sehr wohl Zeit für dich.“

„Ja, da mag was dran sein. Erzähl mir gern was du auf dem Herzen hast.“

Doch keine dieser Antworten führt jedoch zu der Qualität an Verbindung, die du dir für deine Partnerschaft wünschst. Da sich dein eigenes Bedürfnis nach Entspannung im Moment nicht durch ein Gespräch erfüllen würde, wäre auch der letzte Satz in dieser Situation langfristig schädigend für die Beziehung, da du deine eigenen Bedürfnisse verneinst.

Wie kommst du also anders aus dieser Situation heraus?

Gib dir zuerst Selbst-Empathie

Als erstes gibst du dir Selbst-Empathie. Wie fühlst du dich mit dem was gesagt wurde? Was ist es das du brauchst? In diesem Fall sind vielleicht Wut oder Traurigkeit vorhanden. Hinter Wut verbirgt sich im Prinzip immer Traurigkeit. Doch diese Traurigkeit zeigt sich erst, wenn du mit deinem echten Bedürfnis in Kontakt kommst. In dem Fall Wertschätzung/Anerkennung/gesehen werden.

Entscheide dich für Selbstmitteilung oder Empathie

Wenn du das für dich klar hast, hängt es von der Stärke deines Gefühls ab, ob du dieses Gefühl erst einmal zum Ausdruck bringen möchtest oder du bereits in der Lage bist deiner Partnerin Empathie zu schenken, indem du ihre Gefühle, Bedürfnisse und Glücksstrategien vermutest.

Eine aufrichtige Selbstmitteilung könnte folgendermaßen Lauten:

Was ich gerade gehört habe, macht mich traurig und ich möchte wertgeschätzt und gesehen werden. Gib mir noch einen Augenblick, um in Ruhe nachzudenken, okay?“

Die Empathie für deine Partnerin könnte so aussehen:

Dass ich hier neben dir liege und am Handy lese, macht dich traurig und du sehnst dich nach Verbundenheit und Wertschätzung? Möchtest du mit mir reden?“

Folge dem Prozess bis deine Partnerin gehört wurde

Sicherlich kann es trotz einer dieser Reaktionen immer noch zu Vorwürfen deiner Partnerin kommen und sie sagt auf dein Empathie-Angebot so etwas wie: „Ja natürlich! Jeden Abend liegen wir im Bett und du starrst immer nur in dein Handy, ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen.“

Durch das „Ja“ kannst du dir dann schon einmal sichern sein, dass du sie gehört hast. Jetzt darfst du nicht aufgeben. Folge dem Prozess aus Selbst-Empathie, Selbstmitteilung und Empathie so lange weiter, bis sie vollkommen gehört wurde. Das erkennst du daran, wenn sich bei ihr und bei dir eine Erleichterung einstellt. Atme tief durch bevor du sprichst und bleibe mit deinen Gefühlen und Bedürfnissen in Verbindung, um dich auch mit ihren verbinden zu können.

„Du kannst dich jederzeit entscheiden, wie du die Worte deines Gegenübers aufnimmst. Die Macht liegt bei dir.“

Marshall Rosenberg

Ich weiß es ist nicht leicht, das Geschriebene von heute auf morgen umzusetzen, doch du kannst es lernen. Sei geduldig mit dir selbst und übe diesen Prozess in jeder noch so kleinen Situation.

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Ich wünsche dir von Herzen eine glückliche Partnerschaft,
Michael

Michael Taube

Michael ist Autor des 36-fach mit 5 Sternen bewerteten Buches GLÜCKLICH: Wie du das Leiden hinter dir lässt, dich selbst mehr liebst und deine Träume verwirklichst, Trainer für Wertschätzende Kommunikation, Mediator und Life Coach. Er hilft Menschen dabei, sich wieder mit ihrem Herzen und dem Herzen ihrer Mitmenschen zu verbinden, damit sie ein glückliches und erfülltes Leben leben.

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